X
Cod: 416295
Belagerung einer Festung
Autor : Cornelis De Wael (Anversa 1592 - Roma 1667)
Epoche: 17. Jh.
“Cornelius wurde in Antwerpen geboren und widmete sich dort dem Beruf des Malers, wo er Wunderbares leistete. Sein Talent bestand darin, kleine Figuren zu machen, und davon gab es reichlich …” “Cornelius kam mit seinem Bruder Luca, der ebenfalls Maler war und in der Landschaftsmalerei perfekt war, in Genua an. Beide hatten beschlossen, nach Rom zu gehen, ..” [Soprani, 1674, S. 325]. Ein flämisch/genuesischer Maler, “Dieser bedeutende und tugendhafte Maler wirkte Wunder” [Soprani, 1674, S. 326]. Das Gemälde fängt einen Moment der Pause nach dem Angriff auf eine Festung ein, einen realistischen Moment nach der Schlacht. Es ist ein erzählender Text, eine detaillierte Beschreibung der verschiedenen Figuren; es gibt die Befehlshaber zu Pferd und die Truppen, die nach der Belagerung die Mauern betreten, die Soldaten, die ihren verwundeten Kameraden helfen, diejenigen, die die Toten wegbringen, und diejenigen, die die Leichen der Feinde ausrauben. Rundherum liegen die Habseligkeiten der Kämpfer auf dem Boden, Gewehre und Säbel, Lanzen, Hüte und Teile der getragenen Rüstungen. Alles perfekt beschrieben, mit Liebe zum Detail in der Kleidung der Charaktere und in den grauen Wolken, vielleicht voller Rauch, die über einem Schlachtfeld hängen, während ein Soldat mit Ehre die ausgeblichene und vom Wind abgenutzte Flagge hochhält, mit starkem symbolischem Wert von Mut, Opfer, Widerstand, Ehre und Sieg. “ Er war freundlich und höflich, behandelte gut, fröhlich, ernst und angenehm in seinen Reden ….” [Soprani, 1674, S. 325] und “so großzügig” [Soprani, 1674, S. 327] dem Gemälde, das herrlich beschrieben ist, fehlen nur der Geruch und die Geräusche der Schlacht; es ist, als würde man eine Standaufnahme eines Stummfilms sehen, in dem die Intensität der Szene vollständig den Gesten, den Dramen oder den Freuden der Charaktere anvertraut ist. Abmessungen: Leinwand, 99 x 149,5 cm